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Die Lehre damals und heute

Die Lehre damals und heute
Von links: Jost Lanz, Rudolf Wyss, Reto Briner, Carole Klöti und Stevo Malinovic

 

Wie sah der Alltag eines Heizungszeichners in Ausbildung vor über 40 Jahren aus? Würden die Lernenden die Lehre bei Hälg heute wieder absolvieren? Was sind die Vorteile? Fünf ehemalige Lernende erzählen.

  • Jost Lanz, kaufmännische Lehre 1969 bis 1972
  • Rudolf Wyss, Heizungszeichner (Gebäudetechnikplaner Heizung) 1969 bis 1973
  • Reto Briner, Lüftungszeichner 1980 bis 1984
  • Carole Klöti, kaufmännische Lehre 2008 bis 2011
  • Stevo Malinovic, Gebäudetechnikplaner 2010 bis 2014

Rudolf Wyss: Der Beruf war noch ziemlich unbekannt, also wurde ich durch meinen Vater auf die Firma und auf den Beruf aufmerksam. Weil wir ein Bewerbungsverfahren wie heute nicht kannten, besorgte mir mein Vater die Lehrstelle. Es gab keine Schnuppertage wie heute, also war ich am Anfang der Lehre sehr unsicher, weil ich die Leute und die Firma fast nicht kannte.

Reto Briner: Ich bin durch meinen Vater zu diesem Beruf gekommen. Er war der Meinung, ich solle mich um einen Schnuppertag bewerben. Der Beruf hat mich angesprochen und ich entschied mich für ihn. Meine Lehre begann am 1. Mai 1980. Im Betrieb wurde ich schnell aufgenommen. Alle Lernende waren sehr verbunden und bei Fragen ging man immer auf den Oberstift zu.

Jost Lanz: Während meiner dreijährigen Lehre war ich vier Tage im Lehrbetrieb und an einem Tag in der Woche besuchte ich die Berufsfachschule. Ich war in fünf verschiedenen Abteilungen: Lohnbüro, Buchhaltung, Offertbüro, Vorkalkulation und Service. Wir hatten fixe Arbeitszeiten und mussten jeden Tag 9.5 Stunden arbeiten. Im Vergleich zu heute waren dies 7.5 Stunden mehr pro Woche.

Rudolf Wyss: Nebst dem Zeichnen der Pläne musste ich alle Pläne von Hand ausmalen und diese kopieren. Heute gibt es das nicht mehr, da man alles am Computer zeichnen kann. Wir lernten alle Abläufe ab der Offertstellung bis hin zur Ausführung des Projektes kennen. Die Lehre als Heizungszeichner war schon damals eine 4-jährige berufliche Grundbildung. Die Möglichkeit eine Lehre mit Berufsmatura zu absolvieren, gab es damals noch nicht.

Carole Klöti: Im ersten Lehrjahr war ich im Personalwesen tätig. Dort waren die Bearbeitung der Eintritte sowie das Erfassen von Unfällen hauptsächlich meine Aufgaben.

Jost Lanz: 1. Lehrjahr: 150.-, 2. Lehrjahr: 250.-, 3. Lehrjahr: 350.- Den Lohn haben wir bar erhalten. Wir mussten das Kuvert mit dem Geld beim Finanzchef abholen.

 

 

Rudolf Wyss: Die Lehre in einem so grossen Betrieb zu absolvieren, der alle Bereiche der Gebäudetechnik umfasst, ist für mich schon ein grosser Vorteil. Dazu kommt noch das umfassende Know-how der Mitarbeitenden, die eine Lehre noch mehr bereichert. Der Zusammenhalt war auch schon damals wichtig; im Sportclub der Hälg trafen sich Jung und Alt oft zu Fussballspielen.

Reto Briner: Obwohl der Beruf noch nicht sehr bekannt war, kannte man die Firma Hälg schon. Dass wir in allen Bereichen der Gebäudetechnik tätig sind, ist sicherlich ein grosser Vorteil für die Lernenden. Sie können den ganzen Prozess von A bis Z miterleben. Lernende aus anderen Lehrfirmen kommen oft zu unseren Werkstätten, um diesen Ablauf kennenzulernen. Ausserdem wird man immer als einen wertvollen Mitarbeiter angesehen, etwas, das von Anfang an Sicherheit gibt.

Stevo Malinovic: Schon der bekannte Name „Hälg“ ist ein Vorteil. Das Arbeitsklima ist auf jeden Fall sehr gut, etwas das sogar schwierigere Arbeiten erleichtert.

Jost Lanz: Damals als die „modernen" Datenverarbeitungsprogramme in den Berufsalltag kamen. Wir konnten das zu verarbeitende Blatt in die Maschine schieben, um direkt aufs Blatt tippen zu können. Nach dieser Maschine kam der erste Rechner: Wir konnten damit Daten bearbeiten und den Bildschirm hatten wir bereits als Ausgabegerät verwendet.

Stevo Malinovic: Ich habe die Lehrabschlussprüfung als Klassenbester bestanden.

Carole Klöti: Ja, weil das KV eine optimale Basis ist. Man kann darauf aufbauen und sich gut weiterbilden. Hälg ist eine interessante Lehrfirma.

Reto Briner: Ich würde auf jeden Fall diesen vielseitigen Beruf nochmals wählen. Bei der Hälg Group steht die Top-Ausbildung der Lernenden im Vordergrund. Im zwischenmenschlichen Bereich ist die Firma auch ein Vorbild.

Carole Klöti: Mich interessiert eine Weiterbildung im Personalwesen. Und in diesem Beruf werde ich bestimmt tätig bleiben.

Stevo Malinovic: Mich interessiert der Studiengang im Bereich Lüftung an der Technikerschule.